Brutale Überfälle, Entführungen am helllichten Tag, Mordpläne – um das eigene System zu stabilisieren, greift die DDR-Staatsführung zu allen Mitteln: Mindestens 400 Regimekritiker, angebliche Spione und Überläufer werden in den 1950er und 1960er Jahren aus West-Berlin und der Bundesrepublik in die DDR verschleppt, anschließend inhaftiert, manchmal jahrelang. Einige werden hingerichtet. Es ist eine systematische Methode der Staatssicherheit.
Für das Kulturradio vom rbb habe ich ein Feature zu diesen Entführungen gemacht und mit Karl-Wilhelm Fricke gesprochen, der 1955 von der Stasi verschleppt wurde. Außerdem habe ich Roland Jahn von der Stasi-Unterlagenbehörde und die Historikerin Susanne Muhle getroffen. Sie hat ihre Doktorarbeit über dieses wenig bekannte Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte geschrieben.
Den Kulturtermin gibt es hier zum Nachhören.

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